Neues aus dem Fach Sozialkunde

September 2017: Juniorwahl in der Bergschule

 

Demokratie macht Schule – Juniorwahl in der Bergschule

Am Freitag, 15. September 2017, herrscht in der vierten und fünften Stunde  ungewohnt viel Bewegung auf den Treppen und Fluren, die zur Cafeteria führen – die Bergschule wählt.
Die Initiative dafür hat Frau Goldhahn ergriffen, die vor den Sommerferien die Bergschule zur Juniorwahl angemeldet und die Unterlagen zur Wahl bestellt hat. Nicht alle Schüler genießen das Privileg, wählen gehen zu dürfen, sondern nur der Jahrgang 10 und alle Sozialkundekurse der 11. und 12 Klassen, was dem Umstand geschuldet ist, dass nur in diesen Klassen die Wahl mit entsprechendem Unterrichtsmaterial durch die Sozialkundelehrer, Frau Goldhahn, Frau Fiebelkorn und Herr Kaes angemessen vorbereitet werden kann.
Und so finden sich dann so nach und nach von den 172 wahlberechtigten Schülern der Bergschule 152 Schüler auch tatsächlich zur Wahl ein, was einer Wahlbeteiligung von 88.4 % entspricht – erheblich höher, als die Wahlbeteiligung bei den Bundestagswahlen der vergangenen Jahre.
Und das Ganze hat einen sehr realistischen Charakter, so gibt es eine Wahlurne, die unter den wachsamen Augen des Wahlvorstandes (Nikolas Wieprecht, Merle Doerwald, Lea Tabesch Konstantin, Niederau, Clara Dölle und Katharina Brodmann) versiegelt wird, es gibt zwei Wahlkabinen, die von den engagierten Wahlhelfern aufgebaut werden, Wahlbenachrichtigungen, die mit Name des Wahlberechtigten versehen, mit Wahlzeit und Wahlort jedem Wahlberechtigten vorher ausgehändigt und zur Wahl wieder mitgebracht werden müssen, die Vorgabe, einen Identitätsnachweis (z.B.) Schülerausweis o.ä. dabei zu haben, und den wichtigen Hinweis, dass jeder maximal zwei Stimmen  abgeben darf. Für alle diese Aufgaben zeichnen die Wahlhelfer verantwortlich, die auch die Wählerverzeichnisse führen und- am wichtigsten -am Ende die Stimmen auszählen. Auch dieser Vorgang entspricht der Realität. So führt das einmalige Verzählen zu drei Auszählvorgängen, bis Anzahl der Wähler und Anzahl der abgegebenen Stimmen übereinstimmen.
Durch die freiwillige erneute  Abgabe der Zweitstimme kann sogar eine Hochrechnung erstellt werden, über die aber, genau wie über das Endergebnis, bis zum 24. September, 18.00 Uhr Stillschweigen bewahrt wird. Erst ab diesem Termin wird das Ergebnis der Juniorwahl veröffentlicht. Denn insgesamt haben über viertausend Schulen mit rund einer Million Schüler diese Möglichkeit demokratischer Partizipation genutzt.
Wünschenswert wäre aus unserer Sicht als Sozialkundelehrer, dass bei den Schülern ein Verständnis für die Bedeutung des Wahlaktes gewachsen ist, entsprechend einem Wahlplakat aus früheren Jahren:

Wenn du nicht wählen gehst, verlasse ich dich. Deine Demokratie

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März 2016: Sozialkundeexkursion nach Berlin

Vom 22.3. bis zum 23.3 waren wir, die Sozialkunde Leistungskurse der 11. und 12. Klassen auf einer Exkursion in Berlin unterwegs. Geplant, organisiert und durchgeführt wurde diese Fahrt von der Bundeswehr; daher wurden wir während der zwei Tage nicht nur von unseren Kursleiterinnen Frau Fiebelkorn und Frau Mayer, sondern auch von einem Jugendoffizier der Marine begleitet.

Im Rahmen dieser Exkursion besuchten wir viele verschiedene politische Einrichtungen:  Zunächst ging es am 22.3. in das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dort hörten wir neben einem Vortrag über das Ministerium allgemein, einen spannenden Bericht über den Außeneinsatz eines Entwicklungshelfers in Kambodscha. Anschließend begaben wir uns auf historische Spuren und besuchten die Ausstellung "Topographie des Terrors", wo die Verbrechen der Nationalsozialisten aufgearbeitet wurden.

Als letzte Station stand am Dienstag der Bundesrat auf dem Programm. Zunächst konnten wir dort die Räumlichkeiten dieses Verfassungsorganes begutachten. Anschließend wurde uns dort die Möglichkeit geboten, selbst einmal Politiker zu spielen. Dabei diskutierten wir ein von der Bundesregierung (ebenfalls von uns besetzt) eingebrachtes Gesetz zur Verschärfung des Jugendschutzes. Nach einer kurzen Beratungszeit für die einzelnen Ländervertreter eröffnete Ratspräsident König die Debatte um das Gesetz und die einzelnen Bundesländer stellten ihre Positionen dar. In der anschließenden Abstimmung wurde der Vorschlag der Bundesregierung schließlich klar abgelehnt. 

Nach diesem recht straffen Programm konnten wir Berlin auf eigene Faust erkunden. Viele von uns erkundeten dabei das nähere Umfeld unseres Hotels: den Potsdamer Platz, das Jüdische Denkmal und natürlich die Berliner Mall.  Besonders beeindruckend und zugleich ergreifend war dabei unser Besuch des Brandenburger Tors, welches zum Gedenken an die Terroranschläge von Brüssel in den Farben der Belgischen Flagge leuchtete. Zudem bildeten zahlreiche Menschen an diesem Abend als Zeichen der Solidarität eine riesen Menschenkette.

Nach einer recht kurzen Nacht begann der Mittwoch mit einem Besuch des Auswärtigen Amts und einem Vortrag über die aktuelle Situation in Afghanistan. Anschließend brachen wir in Richtung Schwielowsee auf. Dort besuchten wir das Einsatzführungskommando der Bundeswehr - die Henning von Tresckow Kaserne. Nach einer kleinen Führung über das Kasernengelände bekamen wir einen umfangreichen Überblick über die aktuellen 17 Einsatzorte der Bundeswehr. Anschließend besuchten wir noch den Wald der Erinnerung, welcher sich ebenfalls auf dem Gelände der Kaserne befindet. An dieser Stelle wird den 106 gefallenen Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr gedacht.

Alles in allem kann man sagen, dass diese Exkursion sehr interessant und informativ war. Wir bekamen viele Eindrücke über die aktuelle politische Lage, die Arbeit einzelner Ministerien und die Arbeit der Bundeswehr.

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November 2015: Projekttag zur multikulturellen Gesellschaft

 

Demokratie leben in multikulturellen Gesellschaften

Unser Sozialkundekurs Jg. 11 von Frau Mayer hat am Dienstag, den 10.11.15 einen Projekttag zum Thema "Demokratie leben in multikulturellen Gesellschaften" gemacht.
Gemeinsam erarbeiteten wir uns, was Kultur und unser kultureller Hintergrund überhaupt sind.
Mit praktischen Übungen haben wir dann versucht andere Kulturen kennenzulernen. Ein Teil unserer Gruppe lernte einige Regeln einer Kultur und  musste mit dem anderen Teil der Gruppe, welcher die Regeln nicht kannte, kommunizieren. Bei einer weiteren Übung zur Kommunikation probierten wir aus, welcher Gesprächsabstand angenehm für uns ist.
Außerdem hatten wir als Gruppe die Aufgabe ein Abschlussfest zu planen. Bei dieser Simulation hat jeder von uns eine Rolle (z.B. Außenseiter, Lehrerliebling, Handyfreak, ...) zugeschrieben bekommen, die er/sie selbst nicht kannte. Jeder wurde so behandelt wie die Rolle es vorgeschrieben hat und wir merkten, dass man von den Anderen in die Rolle gedrängt wird und kaum eine Möglichkeit hat wieder daraus zu kommen.
Weiterhin haben wir an diesem Tag über Stereotype und Vorurteile gesprochen, wobei wir klärten, wie diese jeweils zustande kommen und wo der Unterschied der beiden liegt.
Was ist Toleranz? Diese Frage beantworteten wir und erarbeiteten Pläne für tolle Projekte, in denen Menschen Toleranz zeigen können, wie z.B. Flüchtlingsnachmittage zu organisieren.
An dem interessanten Tag hat unser Kurs sehr viel gelernt. Wir sind als Gruppe stark zusammengewachsen und hatten dabei eine Menge Spaß. (Text: Kursteilnehmer)

Oktober 2015: Lehrer im Landtag

Am Freitag, dem 2. Oktober 2015 folgte eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern der Bergschule einer Einladung von "Bündnis 90 - die Grünen" in den Landtag nach Erfurt. Bei schönstem Wetter wurden wir von einer Dame des Besucherdienstes empfangen. Bald gesellte sich Herr Sondermann (Heiligenstadt) zu uns, um uns den ganzen Tag über hilfreich durch den Landtag zu begleiten. In einem Sitzungssaal erfuhren wir zunächst Wissenswertes über die Gebäude, die teils aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammen. Ein kurzer Vortrag widmete sich der Struktur und den Aufgaben des Präsidialamtes und des Landtages und nahm auch die vielfältigen Arbeitsaufgaben der Abgeordneten in den Blick. Zur Zeit besteht der Landtag aus 91 Abgeordneten. Eine besondere Bedeutung im Parlament komme dem Ältestenrat des Landtages zu, der derzeit 13 Personen zähle und dessen Zusammensetzung analog zu der Zahl der Abgeordneten der verschiedenen Parteien erfolge. Bei der Wahl eines Abgeordneten in den Ältestenrat zähle dabei nicht das Alter, sondern allein die politische Erfahrung. Der Ältestenrat hat die wichtige Aufgabe der Planung und Vorbereitung der Sitzungen, die monatlich an drei aufeinander folgenden Tagen stattfinden. Somit sei der Ältestenrat vielleicht das wichtigste Organisations-Instrument des Landtages. Außerdem komme den elf Fachausschüssen eine besondere Bedeutung zu. Jeder Fachausschuss besteht aus 6-10 Mitgliedern, die mit den entsprechenden Ressorts der Ministerien zusammenarbeiten. Die Thüringer Verfassung wurde am 25.10 1993 auf der Wartburg verabschiedet. Inzwischen sind etliche Anpassungen vorgenommen worden. Die Lesungen der eingebrachten Gesetze werden im Plenum diskutiert. Die Sitzungen aus dem Plenarsaal werden auch aufgezeichnet, so dass die Abgeordneten im Nachhinein eine Sitzung verfolgen können, sollten sie durch andere Aufgaben an einer Teilnahme verhindert gewesen sein. In einer aktuellen Stunde werden die verschiedenen Positionen zu einem Thema vorgetragen, so dass besonders an dieser Stelle Zuhörer von außen einen konkreten Einblick in die Diskussion des Landtages nehmen können.

Eine aktuelle Stunde stand dann auch für uns Bergschulkollegen auf dem Programm. Es ging um die verschiedenen Positionen zur Thüringer Gebietsreform. Wir konnten verfolgen, wie engagiert Redner aller Parteien ihre Positionen vortrugen und miteinander ins Gespräch kamen. Allen Zuhörern wurde deutlich, dass die Frage der Umstrukturierung der Verwaltungseinheiten in Thüringen ein Thema ist, das wohl noch längere Zeit zur Verhandlung stehen wird.

Im Anschluss stellten sich uns der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dirk Adams und der CDU-Abgeordnete Gerold Wucherpfennig aus Heiligenstadt für ein gemeinsames Gespräch zur Verfügung. Hintergründe zur eben gehörten Diskussion und grundsätzliche Verfahren von Gesetzesänderungen wurden an konkreten Beispielen erläutert. Es war dabei auch Zeit für Fragen und Anmerkungen der Kollegen. Auf der anderen Seite waren die Abgeordneten daran interessiert zu erfahren, wie der Landtag im Kontakt zu Schule und Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Das galt besonders auch für die Diskussion um freie Schulen in Thüringen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Dirk Adams für diese Einladung zu einem  anregenden und interessanten Besuch und die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeit des Landtages tun zu können!



"Vielfalt statt Einfalt" - November 2014


1. Landestreffen der "Schulen ohne Rassismus" in Weimar
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Am Mittwoch, dem 26.11.2014, nahmen vier Schülerinnen und Schüler unseres Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchülersprecherteams und Frau Fiebelkorn den Weg auf sich, um in der europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte in Weimar an dem dortigen 1. Landestreffen für „Schulen ohne Rassismus“ teilzunehmen.  Thema dabei war „Vielfalt statt Einfalt“, wobei insbesondere auf den Rechtsextremismus der heutigen Zeit aufmerksam gemacht wurde. Zusammen mit 100 anderen Schüler und Schülerinnen aus ganz Thüringen besuchten wir die fünf verschiedenen Workshops mit Diskussionsrunden, um dabei gegenseitig voneinander zu lernen.

Da unsere Schule auch schon seit vielen Jahren eine der Schulen ist, die den Titel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster„Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ trägt, denken die Schülersprecher daran, darauf noch einmal aufmerksam zu machen und das bei dieser Fortbildung Gelernte weiter an unsere Schule zu tragen, sodass auch alle davon Nutzen haben.

(Text: Hannah Power - Fotos: Benedikt Hoppe /beide Jg. 10)